Science Notes



Unsere Zukunft in 5 x 15 Minuten

Aktuelle wissenschaftliche Themen – präsentiert in 5 x 15 Minuten – vorgetragen von herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – begleitet von elektronischer Musik in Klubatmosphäre: Das sind die Science Notes, ein modernes Format, das die Wissenschaft zum Publikum bringt.

Momentan sind die Science Notes in der bekannten Form leider nicht möglich. Deshalb gab es im März eine Alternative: Virtuelle Science Notes zum Thema "Digital Health" – an zwei Abenden, via Zoom und YouTube – verständlich und anschaulich – und auf jeden Fall mit genauso spannenden Vorträgen wie vor Ort.

Vorträge

Unsere Gesundheit wird digital. Apps und Wearables überprüfen schon jetzt unsere Fitness, die Daten sind vernetzt. Roboter haben den Operationssaal revolutioniert und Künstliche Intelligenz diagnostiziert oft schon verlässlicher als der Mensch. Aber was bringt die Zukunft? An zwei Abenden sprachen insgesamt vier herausragende Forscherinnen und Forscher über Dr. Robot, Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Gesundheit.

  • Donnerstag, 18. März: Digitale Gesundheitsinnovationen in Zeiten von Corona

    Prof. Dr. med. Oliver Opitz, Universitätsmedizin Mannheim, Universität Heidelberg

    Die Covid-19 Pandemie hat im Bereich der digitalen Innovationen im Gesundheitswesen eine vorher nicht vorstellbare Dynamik entfaltet und eindrücklich gezeigt, welche Wertigkeit innovative digitale Lösungen und telemedizinische Ansätze haben können, um Prozesse im Gesundheitswesen effizienter und sicherer für alle Beteiligten zu gestalten. Dieser Dynamik an digitalen Innovationen muss nun Rechnung getragen werden, um sinnvolle neue digitale Elemente im Gesundheitswesen, im Covid-19 Kontext und Post Covid, auch wertschöpfend zu verstetigen. Eine so initiierte Wertschöpfungskette, von der biomedizintechnischen und biomedizininformatischen Forschung (z. B. Robotik, KI, Apps, Devices) über die Translation in klinischen Studien bis zur Evidenzgenerierung und Implementierung in den jeweiligen Versorgungskontext ist aufgrund der infrastrukturellen Voraussetzungen in Baden-Württemberg einzigartig. Dabei ist nicht nur die Geschwindigkeit der digitalen Innovationen an sich dramatisch gestiegen, sondern auch die Akzeptanz diese anzunehmen und anzuwenden.

  • Donnerstag, 18. März: Digitale Phänotypen zur Studie von Volkskrankheiten

    Prof. Dr. Christoph Lippert, Hasso-Plattner-Institut, Potsdam

    In Bevölkerungsstudien wie der UK Biobank werden hunderttausende Probandinnen und Probanden über die Zeit beobachtet, um das Entstehen von Volkskrankheiten nachzuvollziehen. Auf diese Weise sollen Risikofaktoren identifiziert und Informationen über das Entstehen von Krankheiten gewonnen werden, um neue Präventivmaßnahmen zu entwickeln. Dank moderner Technologien werden in diesen Studien große Mengen an medizinischen Bildern sowie Daten von molekularen Messungen und tragbaren Sensoren gesammelt. Für die Analyse dieser Daten sind neuartige KI-basierte statistische Verfahren erforderlich, die wir entwickeln und anwenden und die ich im Vortrag erläutern werde.

  • Donnerstag, 25. März: Digital Health zwischen Hype und Hope

    Prof. Dr. Ulrich Gassner, Juristische Fakultät, Universität Augsburg

    Health 4.0 hat durch Covid-19 einen enormen Schub erfahren, stößt aber nach wie vor auf Skepsis. Aktuelle E-Health- Entwicklungen werden vorgestellt und ihre Risiken und Chancen beleuchtet.

  • Donnerstag, 25. März: Digitale Gesundheitskommunikation – Impulse aus der Kommunikationswissenschaft

    Dr. Claudia Lampert, Leibniz-Institut für Medienforschung, Hamburg

    Durch die Digitalisierung hat sich nicht nur verändert, wie sich Menschen über Gesundheit informieren oder digitale Medien für die Förderung des eigenen Wohlbefindens nutzen. Es haben sich auch viele neue Möglichkeiten für die Gesundheitskommunikation eröffnet. Allerdings werden die digitalen Gesundheitspraktiken der Adressaten sowie die Besonderheiten einzelner Kommunikationskanäle oftmals nicht hinreichend berücksichtigt und die Potenziale entsprechend nicht ausgeschöpft.